Die CAuDri Challenge

Freitag: Eintreffen der Neulinge

Nach einer mehrstündigen Zugreise ins ferne Stuttgart trafen wir am Morgen des Vorbereitungstages voller Elan in der DHBW ein. Vor Ort wurden wir herzlich von der Orga und den anderen Teams empfangen und knüpften erste Kontakte. Trotz des kompetitiven Kontextes war die Atmosphäre aufgeschlossen und alle tauschten munter Wissen aus, wovon jeder profitieren konnte. Auch wir Neulinge haben gern über unsere Ansätze geredet. Zwar haben wir keine Jahre an Erfahrung, dafür aber einen frischen Blick auf bestehende Probleme. Darüber hinaus haben wir uns durch die Teilnahme an der Navigation Challenge in ein auch den anderen Teams unbekanntes Gebiet gewagt und konnten unsere Ideen dazu beisteuern.

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HTWK Smart Parking.

Doch es ging nicht nur ums Vergnügen und Schnattern. Mit unserem Auto in der Tasche waren wir gespannt, wie gut unsere bisherige Software unter Wettbewerbsbedingungen vor Ort funktioniert. Leider haben uns Testläufe mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die in unseren Räumlichkeiten in Leipzig nicht aufgetreten sind. Die wesentlich größere Strecke im DHBW-Gebäude führte zu neuen Kamerabildern. Dies hat die Spurhaltung verunsichert, die schon Tage zuvor ein Problemkind war. Um den Fehler noch rechtzeitig zu finden, wurde eine Nachtschicht im Hotel eingelegt, um am Wettkampftag das Beste rauszuholen.

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Die Konkurrenz und wir.

Samstag: Der Tag, der zählt

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Unter Zeitdruck.

Für uns Smart-Driver ging es sofort wieder auf die Teststrecke. Sollten jetzt noch Probleme auftreten, zählt beim Beheben jede Sekunde. Und genau so war es. Am Tag des Wettbewerbes saßen wir am Streckenrand und konnten beobachten, wie unser Auto jede Kurve geradeaus überfuhr. Die gefürchtete Spurhaltung war noch immer nicht zuverlässig. Unter Hochdruck wurden Änderungen direkt auf dem Auto ausprobiert, alle bisherigen Ansätze zusammengeführt und jedes verfügbare Register gezogen.


11:00 Uhr, ca. zwei Stunden vor Abgabe unseres Fahrzeuges an die Schiedsrichter, kam es dann zum Desaster. Der Empfänger unserer Fernsteuerung löste sich und ließ das Auto unkontrollierbar zurück. Unmittelbar vorher wurde ordentlich Gas gegeben. Mit hoher Geschwindigkeit raste unser Fahrzeug auf eine Wand zu und schliff an dieser entlang. Dankbarerweise wurde die Fahrt nach ca. 30 m durch das Eingreifen eines Mitglieds von Team Spatzenhirn gestoppt. Doch da war der Schaden schon angerichtet. Unsere zum Fahren unverzichtbare Kamera war aus ihrer Halterung gebrochen. Mittels Superkleber und Lötkolben wurde die Fahrtüchtigkeit jedoch kurzerhand wiederhergestellt. Dieser Unfall blieb zum Glück der einzige. Andere Teams beruhigten uns zudem, dass derartige Malheure Teil des Wettbewerbs sind und schon häufiger vorkamen.

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Momente des Schocks.
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Pit Crew im Einsatz.
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Wieder am Start.


12:00 Uhr, eine Stunde vor Abgabe unserer Autos, kam die große Erleichterung: Wir fuhren! Nun gab es nur noch ein paar Last-Second-Anliegen, die kurzerhand gelöst wurden.

12:59 Uhr, Punktlandung. Unser Auto fuhr, die Kamera hielt und die Abdeckung saß. Wir übergaben unser Fahrzeug an die Schiedsrichter und nahmen unsere Plätze zum Zuschauen der anderen Teams ein.

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Mit Vollgas in die Challenge.

2 Monate Arbeit – 10 min, um uns zu beweisen

Leider wurden zum Wettbewerb viele Teams von technischen Problemen geplagt. Unter anderem das Team Spatzenhirn wurde direkt bei der ersten Challenge disqualifiziert, weil sein Fahrzeug die Startbox gerammt hatte. Grund war eine fälschliche Annahme darüber, wie schnell sich das Tor der Box öffnen würde. Bei einer Demo des Teams ohne Startbox driftete das Auto um Kurven und raste über die Strecke. Eine sehr beeindruckende Leistung, die sehr spannend anzusehen war.

Als Gewinner der Freedrive und Obstacle Avoidance Challenge konnten sich die SmartRollerz durchsetzen. Neben ihrer sicheren Spurhaltung hat auch ihre Hinderniserkennung hervorragend funktioniert. Sogar zwei erfolgreiche Überholvorgänge hat ihr Fahrzeug durchgeführt. Ein verdienter Sieg. Um 17:00 Uhr waren dann auch wir an der Reihe. Unser direkter Konkurrent, KITcar, war zuvor wegen Problemen mit der Lenkung ausgeschieden. Parallel dazu bangten auch wir um unsere Spurhaltung.

Wir nahmen unser Auto also vom Ausstellungstisch, trugen es in Richtung der Startbox, setzten es ab und stellten den korrekten Modus ein. Gemeinsam richteten wir unseren Blick nun auf die Uhr, auf der unsere 5 min Vorbereitungszeit bereits lief. Doch beim Einschalten der Fernbedienung passierte es: Auch wir rammten die Startbox. Fehlversuch. Nach dem Regelwerk bekamen wir jetzt 10 min Zeit und dann noch einen weiteren Start.

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Minuten der Wahrheit.

Es hing also alles an unserem zweiten und letzten Versuch. Wochenlange Teamarbeit mit Durchbrüchen und Rückschlägen, Hoch- und Tiefphasen reduzierte sich auf diesen Moment. Wir stellten unser Fahrzeug in Startposition, dann folgte eine kurze Ruhe. Das Tor öffnete sich und … Unser Auto fuhr sauber heraus!

Zielsicher steuerte unser Racer auf die erste Kreuzung zu und absolvierte sie mit Bravur. Auch in den vor wenigen Stunden fatalen Kurven blieb er auf der Spur. Überraschend belegten wir den ersten Platz der Navigation Challenge und fuhren sogar mit einer Trophäe nach Hause. Nun gilt es, das Ergebnis nächstes Jahr zu verteidigen. Wir sind schon jetzt gespannt.

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HTWK Smart Driving.

Vielen Dank!

Großer Dank gilt den Organisatoren von CAuDri 2026, den Helfern vor Ort und der DHBW für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten. Vielen Dank auch an unsere betreuende Professorin Dr. Sibylle Schwarz und ihre stetige Unterstützung und Motivation für das Smart Driving Team.

Vorbereitung auf die CAuDri-Challenge 2026